Gesundheitsthemen

Fieber:

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Also: Bei hohen Fieber zunächst Paracetamol oder Ibuprofen in der adäquaten Dosierung. Erst nach einer Stunde, wenn das Fiebermedikament nicht ausreichend zu wirken scheint Wadenwickel.
ImpfenEines der Wichtigsten Themen für uns Eltern ist das Thema Impfen. Es wird teilweise sehr aggressiv in die eine oder andere Richtung argumentiert. Allen Beteiligten muss man unterstellen, dass sie das Beste für unsere Kinder wollen. Als Eltern müssen Wir uns in diesem Dschungel an Informationen zurechtfinden und eine verantwortungsvolle Entscheidung für unsere Kinder fällen. Ich möchte hier versuchen ein bisschen Klarheit zu bringen. Die Darstellung ist sicher teilweise wissenschaftlich unexakt. Ich habe aber zugunsten der Ver-ständlichkeit auf die unangreifbare Korrektheit verzichtet und teilweise verallgemeinert.
Was passiert eigentlich beim Impfen?Um das zu erläutern muss ich erst ein wenig über die normale Infektabwehr erzählen:Wenn ein Fremdkörper - ein Virus oder ein Bakterium oder ein Allergen - in den Körper unserer Kinder eindringt, sagen wir durch einen Kratzer am Schienbein, dann wird die Infektabwehr ausgelöst. Zunächst wird der "Eindringling" als fremd erkannt und dann angegriffen. Ein Teil der repräsentativen Haut des Virus wird abgeschnitten und mit speziellen Zellen zum Thymus, über dem Herzen, geschafft. Dort wird überlegt, was ist das denn für ein Erreger, wie kann man den am Besten bekämpfen? Die Abwehrwaffen müssen getestet werden, dann in der nötigen Anzahl hergestellt und dann noch dorthin transportiert werden, wo der Erregen zuletzt war, eben das Schienbein. Erst dann kann die Infektabwehr im grossen Stil beginnen.Wir Erwachsene haben in unserem Leben die meisten Erreger schon mal erlebt. Unser Körper hat nach der Abwehr so genannte Gedächtniszellen gebildet und überall im Körper in den Lymphknoten verteilt. Wenn ein Erreger bei einem Er-wachsenen in durch den Kratzer am Schienbein in die Haut eindringt, kommt er nur bis zum nächsten Lymphknoten. Dort liegt die "Bibliothek" der Infektabwehr, Die Abwehr kann gleich beginnen ohne erst noch lange Waffen entwickeln zu müssen.Daher sind unsere Kinder anscheinend infektgefährdeter oder schwächer in der Infektabwehr. Doch der Schein trügt.Beim Impfen macht man sich diesen Vorgang der Infektabwehr zu nütze: Es ist dem Thymus gleich, von woher das Bruchstück des Virus kommt, Hauptsache es wird von den entsprechenden Zellen präsentiert. Wenn man nun die Bruchstücke eines Virus in den Körper bringt, werden sie von den antigenpräsentierenden Zellen zum Thymus geschafft, der dann entsprechende Abwehrwaffen entwickelt. Nach dem vierten Mal werden Gedächtniszellen gebildet und in den Lymphknoten gelagert. Wenn dann der richtige Virus kommt, kann die Infektabwehr gleich effektiv beginnen, ohne erst noch lang geeignete Waffen zu entwickeln.Hier wird schon deutlich: Mit der Impfung kann man nie verhindern, dass die Erreger in den Körper eindringen. Aber man kann dafür sorgen, dass die körpereigenen Abwehr so geübt ist, dass wir idealerweise nichts davon mitbekommen, dass unser Kind von Erregern angegriffen wurde. Und wenn es doch zu einer Erkrankung kommt, wird sie nie so schwer verlaufen und unsere Kinder gefährden.
Impfen und Homöopathie?Als Hahnemann, der Erfinder der Homöopathie, von der Impfung erfahren hat, war er so begeistert, dass er in seinem Werk: "Organon der Heilkunde" sich gleich an mehreren Stellen lobend über die Impfung äußerte. Er beschrieb die jennersche impfung als "Wohlthat" und bemerkte, dass"… so durch die allgemeine Verbreitung ihrer Einimpfung (der Kuhpocken A.d.R) allen Epidemien jener tödlichen, fürchterlichen Menschenpocken dergestalt ein Ende gemacht haben, daß die jetzige Generation gar keine anschauliche Vorstellung von jener ehemaligen scheußlichen Menschenpocken-Pest mehr hat."Diese Stellen finden sich auch noch in der 6. Auflage, die 80 Jahre nach dem Tode von Samuel Hahnemann erst veröffentlicht wurden. Wenn Hahnemann sich später gegen das Impfen entschieden hätte, hätte er in seinem Werk die entsprechenden Stellen sicher getilgt.Die Orginalstellen aus dem Werk können Sie hier nachlesen: Organon der HeilkunstDie heutigen Homöopathen versuchen verzweifelt diesen Umstand zu vertuschen. Dr. J. Loibner zum Beispiel zitiert nur einen kleinen Teil und redet von unsicheren Zahlen und so weiter. Hahnemann bestätigt aber ausdrücklich den Wert der Impfung weil vor 40 oder 50 Jahren "…eine davon ergriffene Stadt, wenigstens die Hälfte und oft drei Viertel ihrer Kinder durch den jämmerlichsten PestTod?, verlor."Die heutige Abwehr der Homöopathen lässt sich also durch Hahnemann nicht begründen.Die Homöopathie ist eine Lehre, die sich ein Bild vom Menschen macht, genau wie die Schulmedizin. Sie ist in der Lage Vorhersagen zu treffen und oft zu Helfen und zu Heilen. Das ganze System beruht auf logischen Überlegungen und Rückschlüssen aus den Pflanzeneinnahmen von Hahnemann (Arzneimittelprüfung) im 19. Jahrhundert. Einen Beweis für die Richtigkeit der Überlegungen gibt es jedoch nicht.Bei der Entscheidung, ob ich mein Kind impfen lassen möchte oder nicht, verlasse ich mich lieber auf beweisbare Tatsachen, als auf Überlegungen aus dem 19. Jahrhundert.
Was ist denn beweisbar?pert_uk.jpgDie Grafik zeigt den Verlauf von Keuchhustenerkrankungen in Großbritannien von 1940 bis 1997. Der Pfeil bei "Mass Immunisation starts" zeigt den Beginn der Keuchhustenimpfung. Pertussis Cases zeigen die Erkrankungsfälle, Pertussis Deaths die Keuchhustentodesfälle, Vaccination Rate zeigt die Durchimpfungsrate. Man sieht, dass die Erkrankungen und die Todesfälle nach der Impfung abnahmen. Auf der ersten Grafik sieht man in den siebziger Jahren einen Anstieg der Erkrankungen. Auf der zweiten Grafik sieht man, dass die Durchimpfungsrate Mitte der Siebzigerjahre auf 30% absank. Damals impfte man noch mit einem Ganzkeimimpfstoff und es traten mit dem raschen Fieberanstieg vermehrt Fieberkrämpfe auf. Aus Angst, der Impfstoff könnte Epilepsie auslösen wurde daraufhin weniger geimpft. Die Erkrankungszahlen stiegen, bis die Durchimpfungsrate wieder anstieg. Wenn die Impfung nicht funktionieren würde, dann sähen die Zahlen anders aus.Sehen wir uns die Polio - und Masern - Fälle in den USA an:pol_mease.jpg
Impfung scheint zu funktionieren. Wie sieht es aus mit den Impfschäden?AnerkannteImpfschaeden.jpghier die Anzahl an beantragten und anerkannten Impfschäden von 1972 bis 1999. Insgesamt 1956.
Welche Impfungen sind denn betroffen?ImpfschaedenKreis.jpgDie Statistik zeigt, dass 64,7% der anerkannten Impfschäden noch die alte Pockenimpfung betrifft. Die Patienten leben heute noch und bekommen die Rente. Also sind sie in der Statistik vertreten, obwohl die Impfung seit Jahrzehnten nicht mehr durchgeführt wird. nehmen wir mal die "Horrorimpfung" MMR: 0,9% von 1956 sind 17,6. Seit 1972 gibt es also 18 Patienten, die durch die MMR-Impfung einen bleibenden Schaden erlitten haben. Es werden jährlich ca. 80000 MMR Impfungen in Deutschland verimpft. Seit 1972 sind das 27 x 80000 = 2160000. Also 17 Schäden bei 2Milllionen Imfpungen. Das entspricht 0,0008% In Holland ist im sogenannten Bibelgürtel eine Masernepidemie ausgebrochen. Obwohl die ärztliche Versorgung in Holland sehr gut ist sind von 307 erkrankten 3 Mädchen gestorben. Das ist 1%! Diese Gegenüberstellung zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einen Schaden zu nehmen bei nicht geimpften 1250 mal höher ist als bei den geimpften.
Was ist mit anderen Impfschäden?Jeder kennt jemanden, der kennt jemanden, der kennt jemanden, der an einem Impfschaden darbt. Wenn man genauer nachfragt, löst sich die ganze Angelegenheit in Luft auf. Viele "Impfschäden" sind keine Impfschäden: * "Seit mein Kind geimpft ist, ist es dauernd krank:" Dazu muss man wissen, dass man erst dann mit Erfolg impfen kann, wenn die mütterlichen Immunglobuline aus dem Blut des Kindes verschwunden sind (Nestschutz). Wenn der Nestschutz aber verschwunden ist, dann sind unsere Kinder aber allen Keimen ausgeliefert. Sie sind ab dem 3. Lebensmonat grundsätzlich öfter krank als vorher. Das hat nichts mit dem Impfen zu tun.
* "Impfen macht Neurodermitis": Wenn das so wäre, würde die ganze DDR mit Neurodermitis rumlaufen, denn dort gab es Impfzwang. Die DDR hatte aber signifikant weniger Probleme mit Neurodermitis im Vergleich mit dem Westen. Das liegt an der übertriebenen Hygiene im Westen. Impfen hat damit nichts zu tun.
* "Seit der Impfung ist mein Kind autistisch": Unsere Kinder wehren sich im Sommer gegen 105 Erreger, Im Winter gegen 3x105 Wenn unsere Kinder in der Zeit nach der Impfung autistisch werden, warum muss das einer der sechs toten Bruchstücke sein und warum kann es nicht einer der 300000 lebenden Keime sein die für die Veränderung verantwortlich ist.Ein Beispiel der Statistik:Eines der häufigsten Argumente gegen das Impfen ist, dass eine Auffälligkeit direkt nach der Impfung aufgetaucht wäre. Lassen sie uns zunächst eine Statistik anschauen:StoercheStatistik.jpgAls in den siebziger Jahren die Sümpfe in Deutschland zunehmend trockengelegt wurden, verschwanden die Störche. Im gleichen Zeitraum sanken auch die Geburtsraten. Ist ja klar, denn die Störche bringen ja bekanntlich die Kinder. Es ist aber wahrscheinlicher, dass das Bedürfnis ,sich individuell zu entfalten, mit dem vermehrten "Konsumzwang" der siebziger Jahre zum Geburtenrückgang geführt haben und dass es keinen ursächlichen, sondern nur einen zeitlichen Zusammenhang zu den Störchen gibt. Genauso ist es viel wahrscheinlicher, dass irgendwelche Auffälligkeiten nur einen zeitlichen Zusammenhang zum Impfen haben und keinen ursächlichen. Nun fühlen sich viele Gurus und Hausfrauen berufen, gegen das Impfen zu predigen und halten oft Vorträge im Lande. Eine davon ist die Frau Petek-Dimmer. Sie hat ihren Vortrag auch in einer einschlägigen Zeitschrift veröffentlicht und hat eine respektable Literaturliste angefügt aus der sie zitiert. Teilweise sind das Impfgegner wie der Herr Buchwald, der unverfroren Zahlen manipuliert. Es sind aber auch unabhängige Autoren dabei mit ernstzunehmenden Arbeiten. Die Durchsicht der Literatur zeigt dann sehr schnell, dass Frau Petek-Dimmer die Arbeiten entweder nicht verstanden, oder unzulässig verkürzt wiedergegeben hat. Für keine ihrer Behauptungen konnte sie ein Beweis antreten. Ich habe den Vortrag und die entsprechenden Richtigstellungen hier abgelegt.

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